Die Geschichte hinter Pippi

Wie ist Pippi Langstrumpf entstanden?

Pippi Langstrumpf wurde zum ersten Mal erwähnt, als Astrid Lindgrens Tochter Karin sieben Jahre alt war. Karin lag mit Lungenentzündung im Bett und sie wünschte sich, dass ihre Mutter ihr eine Geschichte erzählt. Eines Abends sagte sie, „Erzähl mir von Pippi Langstrumpf“, und erfand im selben Augenblick das Mädchen, das eine der bekanntesten Kinderbuchfiguren der Welt werden sollte. „Weil es ein merkwürdiger Name war, wurde es auch ein merkwürdiges Mädchen“, sagte Astrid Lindgren. Mehrere Jahre lang erfand sie neue Geschichten für Karin und ihre Freunde und Freundinnen.

Was hat Astrid Lindgren inspiriert, als sie Pippi schrieb?

Als Karin auf den Namen Pippi Langstrumpf kam, hat sie sich sehr wahrscheinlich von dem Buch Daddy Langbein von Jean Webster inspirieren lassen, einem sehr beliebten und viel gelesenen Buch in Astrid Lindgrens Haushalt. Die Inspirationen für die Geschichten über Pippi waren vielfältig, beispielsweise bekam Pippi ihr rotes Haar und ihre Sommersprossen von einer Schulfreundin von Karin, die auf den Kinderfesten immer am wildesten war. Ein anderes rothaariges, elternloses und erfinderisches Mädchen war Anne auf Green Gables, eins der Lieblingsbücher von Astrid Lindgren. Darüber hinaus gab es ein junges Mädchen, das in einem Sommer ein Haus in Furusund gemietet hat, wo Astrid und ihre Familie ihr Sommerhaus hatten. Der Schriftsteller Lennart Hellsing hat von diesem merkwürdigen jungen Mädchen erzählt, das in dem Haus wohnte, dass auch „das unfertige Haus“ genannt wurde. Sie hatte ein Pferd, das an der Veranda festgebunden war. Es gab keinen Stall und die Nachbarn, die vorbeikamen, wunderten sich. Eine davon war Astrid Lindgren.

Astrid och dottern Karins rödhåriga skolkamrat
Sockerdricksträdet, uggleträdet,almen på Näs

Den Limonadenbaum im Garten von Villa Kunterbunt, in dessen hohlen Stamm Pippi, Tommy und Annika Limonade finden, war eine der jahrhundertealten Ulmen, die bis heute bei Astrid Lindgrens Elternhaus Näs stehen. „Nicht-den-Boden-berühren“ war ein Spiel, das die Geschwister in Näs und die anderen Kinder auf dem Hof oft gespielt haben. Es ging so, dass man im Kinderzimmer herumgeklettert ist, ohne auch nur einmal den Fußboden zu berühren. Genauso lies Astrid Lindgren es Pippi, Tommy und Annika später in der Villa Kunterbunt tun. Astrid Lindgren hat ihren großen Bruder Gunnar zum „ersten Sachensucher“ ernannt. Er war es auch, der „ohne Snus und Branntwein zwei Tage“ auf einer verlassenen Insel in der Heimat verschmachtet ist.

Eine weitere Inspirationsquelle waren Filme mit dem Stummfilmstar Mary Pickford, die in Astrid Lindgrens Jugend unglaublich beliebt war. In einem ihrer Filme spielt sie ein kleines Mädchen in bunter Kleidung, das alleine mit einem Pferd lebt, in einem anderen bindet sie sich Bürsten unter ihre Füße, um den Boden zu scheuern.

Astrid Lindgrens Tochter Karin Nyman erzählt über Pippi Langstrumpf