Mio

Astrid ging jeden Tag zwischen ihrer Wohnung in der Dalagatan und ihrer Arbeit bei Rabén & Sjögren durch den Park Tegnérlunden. Einmal sah sie dort in der Dämmerung einen einsamen kleinen Jungen auf einer Parkbank sitzen.

Wie das Märchen entstanden ist, hat Astrid in einem Radiointerview erzählt: “Mio mein Mio, ja, das ist eigentlich ein kürzeres Märchen, das ich geschrieben habe, und ich weiß nicht genau, wie ich darauf gekommen bin, jedenfalls beginnt die Geschichte in Tegnérlunden. Ich ging durch Tegnérlunden und sah einen kleinen Jungen auf einer Parkbank sitzen. Sicher wohnt er in dem Haus dort drüben, dachte ich. Und darüber dachte ich dann ein wenig nach, und wieso er dort saß. Und dann kam der Geist in der Flasche und flog mit ihm in das Land in der Ferne. Es war nie meine Absicht, mehr als das zu schreiben. Als das Märchen, das dann in einer Zeitschrift abgedruckt wurde. Viele Jahre päter begann ich darüber nachzudenken, wie es ihm wohl dort ging, wo er war. Ob er jemanden hatte, mit dem er zusammen sein konnte, wo Benka nicht mehr da war, den er zu Hause in der Tegnérgatan gehabt hatte.”

© Ilon Wikland