Michel aus Lönneberga
”Rate mal, was der Michel aus Lönneberga angestellt hat?” Das sagte Astrid zu ihrem dreijährigen Enkel, der aus voller Kehle schrie. Karl Johan verstummte, weil er natürlich wissen wollte, was Michel getan hatte. Michel war geboren.
Es gibt kein konkretes Vorbild für Michel, aber mehrere Menschen und Geschehnisse, die Astrid zu den Geschichten von Michel inspiriert haben. Astrid beschwört das Bild von Vimmerby Anfang des letzten Jahrhunderts herauf, wenn sie Michel und seine Familie von Katthult auf den Markt nach Vimmerby fahren lässt.
Michel ist diejenige von Astrids Figuren, der sie sich am nächsten fühlt. Aber Michel hat auch Züge von Astrids Papa Samuel August und ihrem Bruder Gunnar.
Samuel August hatte ein außergewöhnlich gutes Gedächtnis und war ein lebendiges Nachschlagewerk für Astrid, wenn sie ihre Bücher schrieb. Selbst in fortgeschrittenem Alter erinnerte er sich noch genau, was man auf dem Markt in Vimmerby für ein Schwein oder eine Feuerspritze zahlen musste. Und er war ein guter Geschichtenerzähler. Viele Ereignisse aus den Michel-Büchern sind dem wahren Leben entnommen. Und Unfug, den hat Astrid auch gemacht, wenn auch nicht ganz so heftig wie Michel.
