Elternhaus
Es war Astrids Vater zu verdanken, dem damals 18-jährigen Samuel August, dass die Familie auf dem Hof Näs landete. Samuel August war Knecht bei seinem Onkel Per Otto in Vennebjörke, als er erfuhr, dass der Pfarrhof Näs zu verpachten war. Er beschloss, dass das etwas für seine Eltern sein könnte und marschierte an einem Samstagabend im August 1894 die zwanzig Kilometer von Vennebjörke heim nach Sevedstorp. Der Fußmarsch dauerte mehrere Stunden und Samuel August lief sich Blasen an den Füßen und musste einen Schuh ausziehen und barfuß weiterlaufen. Wenn er später in seinem Leben von diesem Fußmarsch erzählte, sagte er: ”Und so sehr hab ich mir’n Rad gewünscht, dass es reineweg wunderlich war, das keins aus dem Erdboden auftauchte”.
Der Umzug nach Näs
Dieser Fußmarsch war entscheidend für sein weiteres Leben. Es gelang Samuel August, seine Eltern zu überzeugen, sich auf die Pächterstelle in Näs zu bewerben, aber endgültig darüber entscheiden sollte der Probst Johan Teodor Blidberg. Nach einem Gottesdienst standen der Probst und der Hauptlehrer zusammen und unterhielten sich über Samuel von Sevedstorp. Der Hauptlehrer meinte, ein Pächter müsste sein Gesinde hart anpacken, und dafür sei Samuel viel zu gutherzig. Aber der Kirchenälteste Jonas Petter Jonsson von Hult, der ebenfalls anwesend war, wandte ein: ”Solchen, die ihre Leute gut behandeln, glückt’s drum nicht schlechter”. Dass Jonas Petter Jonsson später einmal Samuel Augusts Schwiegervater werden würde, ahnte zu dem Zeitpunkt noch niemand.
So kam es, dass Samuel August und seine Eltern und Geschwister als Pachtbauern auf den Hof Näs zogen. Am 30. April 1895 traf die Familie mit ihrer Möbelfuhre ein. Samuel August war in Näs angekommen, dem Ort, an dem er bis zu seinem Tod leben sollte.


